Baumschutzsatzung gekippt
Mit den Stimmen von CDU und SPD hat der Rat in seiner jüngsten Sitzung die Baumschutzsatzung abgeschafft. Damit gehört das ungeliebte Prestige-Projekt der Grünen der Vergangenheit an. Wie im Wahlkampf versprochen, legen wir bevormundende Bürokratie ad acta, bieten stattdessen Gartenbesitzerinnen und Gartenbesitzern konkrete Beratung.
CDU-Fraktionsvorsitzender Steve Kuhlmann machte in der Debatte deutlich: „Dieses bürokratische Monster abzuschaffen ist kein Selbstzweck. Wir wollen ein klares Zeichen für die Verantwortung der Menschen setzen“. Die Sprecherin der CDU im Ausschuss für Umwelt und Klimaschutz, Carla Steinkröger, freut sich, dass Menschen nun nicht mehr gegängelt werden und ihre Bäume künftig genießen können: „Sie brauchen nicht mehr mit dem Maßband durch ihre Gärten zu laufen“.
Bernd Henrichsmeier, langjähriges Mitglied im Ausschuss für Umwelt und Klimaschutz zeigt sich erfreut: „Dies ist ein guter Tag. Bürgerinnen und Bürger können zukünftig ihre Gärten genießen“. Niemand werde nun Bäume fällen, nur weil es geht, vielmehr ist der Weg frei für notwendige Bestandspflege.
Mit dem neuen Konzept stärkt der Rat den freiwilligen Schutz: mit Beratung und Unterstützung, damit gute Entscheidungen langfristig wirken. Nicht zuletzt: von 2009 bis 2022, als die nun gekippte Baumschutzsatzung in Kraft trat, hat der Baumbestand in Bielefeld um 500 Hektar zugenommen. Schlussfolgerung: Freiwilligkeit macht die Stadt grüner.