CDU Bielefeld

Steigende Kriminalität

Lob von Bauer und Nettelstroth für SoKo Innenstadt - Kritik an Nürnberger: Zu lax

Mit „großer Sorge“ bewertet die Bielefelder CDU den zum Teil rasanten Anstieg der Kriminalität in Bielefeld. Oberbürgermeisterkandidatin Dr. Christiana Bauer:

Die Tüte ist ein Kriminalitätsschwerpunkt. (Foto: Lange)Die Tüte ist ein Kriminalitätsschwerpunkt. (Foto: Lange)

„Während landesweit 2024 die Zahlen stagnierten, wurde in unserer Stadt mit fast 28.000 Straftaten beinah der Höchstwert der vergangenen zehn Jahre erreicht. Diese Entwicklung ist äußerst erschreckend und verlangt von der Politik, konsequent gegenzusteuern.“

Seit Jahren wird die Kriminalität in Bielefeld von der Linkskoalition kleingeredet, kritisiert CDU-Ratsfraktionschef Ralf Nettelstroth: „Insbesondere an der ‚Tüte‘, auf dem Kesselbrink und auf dem Jahnplatz, wo 75 Prozent der Fälle von Gewaltkriminalität und 64 Prozent der Straßenkriminalität registriert wurden, fühlen sich die Menschen nicht mehr sicher“.

Es sei zwar offensichtlich, dass die steigende Gewaltbereitschaft ein gesamtgesellschaftliches Problem ist, konstatiert Christiana Bauer: „Wenn aber immer mehr Täter zum Messer greifen, müssen Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Seit langem setzt sich die CDU für eine Waffenverbotszone ein. Die muss nun endlich kommen“.

Es sei erfreulich, so Fraktionsvorsitzender Nettelstroth, dass die Sonderkommission (SoKo) Innenstadt ihre Arbeit über die Testphase hinaus fortzusetzen plant: „Schon jetzt zeigen sich erste Erfolge in dem Bemühen der 13 Beamten, die Zahl der Straftaten nicht weiter ausufern zu lassen und die Ausbreitung der Drogenkriminalität zu verhindern“. Oberbürgermeisterkandidatin Bauer erinnert daran, dass die CDU sich von dem Widerstand der Linkskoalition nicht hat entmutigen lassen, für mehr Sicherheit einzutreten.

Scharfe Kritik übt Ralf Nettelstroth an Oberbürgermeister Pit Clausen, Sozialdezernent Ingo Nürnberger (SPD) und Ordnungsdezernent Martin Adamski (Grüne). Über Jahre hätten sie versucht, die Probleme nur auszusitzen und damit die Situation letztlich nochmals verschärft. In der Drogenpolitik hält er Nürnberger vor, mit einer „laxen Haltung“ den aktuellen Problemen nicht mehr gerecht zu werden:

„Harte Drogen, insbesondere Crack, nehmen immer mehr zu. Hier ist die Stadt gefordert, zu handeln.“ Gerade in der Prävention gebe es bei dem Dezernenten erhebliche Defizite: „Der Fokus muss hier auf intensivere und erfolgreichere Präventionsarbeit neu gesetzt werden“.