„Genossen-Lösung“ verhilft AWO zu neuem Bulli

Finanzierung nicht klar

26.02.2021, 14:35 Uhr
Wo das Geld herkommt ist nicht klar. (Foto: Christiane Lang)
Wo das Geld herkommt ist nicht klar. (Foto: Christiane Lang)

Das Projekt „Mobilität in der offenen Kinder- und Jugendarbeit“ der Stadt erhält zur Stärkung der Arbeit neue Bullis. Das hat der Jugendhilfeausschuss mit den Stimmen von SPD, Grünen und der Linken beschlossen. „Damit wird eine gute Sache unterstützt“, erklärt Andre Langeworth, jugendpolitischer Sprecher der CDU-Ratsfraktion, „wir haben aber dagegen gestimmt, weil ursprünglich nur drei Bullis angeschafft werden sollten – und der vierte ein ‚Klientel-Bus‘ ist.“

„Im Haushalt 2021 stehen 75.000 Euro für die Anschaffung der drei Fahrzeuge zur Verfügung“, erläutert Langeworths Parteikollegin Tanja Orlowski, „die Arbeit wird von freien Trägern durchgeführt. Sie konnten sich mit der Vorlage von Konzepten um einen der Bullis bewerben.“

„Und damit begann das Problem“, ergänzt Andre Langeworth. Es habe nämlich vier Bewerbungen gegeben. Die am wenigsten überzeugende Konzeption habe die AWO vorgelegt, mit der die SPD ja bekanntermaßen eng verbandelt sei.

Langeworth: „Trotz des letzten Platzes kam die AWO aber zum Zuge. Die SPD verfiel nämlich auf die ‚Genossen-Lösung‘. Statt der vorgesehenen drei gibt es jetzt vier Bullis.

Wo das zusätzliche Geld herkommen soll, haben die Neukoalitionäre von SPD, Grünen und Linken allerdings nicht gesagt. Ihnen scheint das egal zu sein. Es ist ja ‚nur‘ das Steuergeld der Bürgerinnen und Bürger.“