CDU fordert OB Clausen auf, sich bei den Bürgern zu entschuldigen

Parteichef Rüther: Erneutes Fehlverhalten bei Arminia-Aufstiegsfeier

01.07.2020
Clausen (SPD) hält sich nicht an seine Regeln. (Screenshot: YouTube)
Clausen (SPD) hält sich nicht an seine Regeln. (Screenshot: YouTube)

Die Bielefelder CDU fordert Oberbürgermeister Pit Clausen auf, sich für sein Fehlverhalten bei der Aufstiegsfeier des DSC Arminia bei den Bielefelder Bürgerinnen und Bürgern in aller Form zu entschuldigen

Vorsitzender Andreas Rüther: „Es reicht nicht, mit einer mehr als schwachen Stellungnahme auf die Vorwürfe zu reagieren, sich ohne Mund-Nasenschutz unter die Fans gemischt zu haben, wie Fotos und Videos dokumentieren. Das ist ein eindeutiger Regelbruch, aus dem man sich nicht mit einer fadenscheinigen Erklärung davonstehlen kann.“

Dass der OB sich mit der Mannschaft und den Fans freue, sei ihm natürlich unbenommen, so Rüther: „Wir alle freuen uns riesig mit den Arminen und sagen herzlichen Glückwunsch zu einer überragenden Saison und der verdienten Rückkehr ins Fußball-Oberhaus. Wir sind uns aber unserer Verantwortung bewusst und halten uns an die Regeln. Dass sich Herr Clausen in einem Pulk von Menschen ohne Mundnasenschutz zeigt, geht überhaupt nicht. Als Oberbürgermeister hat er eine Vorbildfunktion. Und die hat er nicht wahrgenommen.“

Wie nah und gefährlich das Virus nach wie vor sei, zeigten die Vorgänge in dem Fleischwerk Tönnies im benachbarten Gütersloh überdeutlich, so der CDU-Vorsitzende:

„Deshalb ist es umso wichtiger, vorsichtig zu sein und Abstand zu halten. Dazu habe Clausen in einer Videobotschaft die Fans auch ausdrücklich angehalten: „Da darf es doch nicht sein, dass der OB sich selbst nicht daran hält.“

Und das sei im Übrigen schon zum zweiten Mal geschehen. Schon vor einigen Wochen sei Clausen beim Abpudern für Wahlkampffotos ebenfalls ohne Maske auf einem Bild in den sozialen Netzwerken zu sehen gewesen.

Rüther: „Im Fußball bekommt man dafür die gelbe Karte. Und im Wiederholungsfall bedeutet das Gelb-Rot und damit Platzverweis.“