Waldhof-Sperrung für CDU inakzeptabel

Fraktionschef Nettelstroth: Rot-rot-grünen Unsinn im Rat verhindern

21.05.2021, 17:33 Uhr
Rot-Rot-Grün will den Waldhof sperren. Das ist
Rot-Rot-Grün will den Waldhof sperren. Das ist "Unsinn". (Foto: Lange)

Als „vollkommen inakzeptabel“ bezeichnet der Vorsitzende der CDU-Ratsfraktion, Ralf Nettelstroth, den Beschluss der Linkskoalition im Stadtentwicklungsausschuss, im Rahmen des Altstadt-Testes die Straße Waldhof für den Autoverkehr zu sperren:

„Damit wird die wichtige West-Ost-Verbindung entlang des Hufeisens dicht gemacht und die beiden Parkhäuser werden nur noch vom Niederwall aus erreichbar sein. Für den Einzelhandel ist das ein weiterer Schlag in die Magengrube.“

Die CDU werde in der nächsten Sitzung des Stadtrates alles tun, um diesen „rot-rot-grünen Unsinn“ zu verhindern.

Dass die Einzelhändler und Gastronomen „auf der Palme“ seien, sei mehr als verständlich, ergänzt Simon Lange, Sprecher der CDU im Stadtentwicklungsausschuss. Er betont, dass die CDU dem Test, die Fußgänger- und Einkaufszone durch eine Verminderung des Verkehrs attraktiver zu machen, grundsätzlich positiv gegenüberstehe.

Mit einer Waldhof-Sperrung werde aber die Erreichbarkeit der Innenstadt weiter abgeblockt, Umwege, etwa zur Kita der Kindermann-Stiftung, seien programmiert und die Nebenstraßen würden in erheblichem Maß zusätzlich belastet: „Das machen wir nicht mit.“

Ralf Nettelstroth verweist darauf, dass der Einzelhandel und die Gastronomie unter der Corona-Pandemie bis zur Existenzgefährdung leiden:

„Die Politik muss doch allein deshalb alles daransetzen, damit es in der Innenstadt wieder zu einer Belebung kommt. SPD, Grüne und Linke tun aber das Gegenteil und schaffen neue Hemmnisse.“

Es sei bezeichnend, so Simon Lange, dass sich die rot-rot-grünen Chef-Ideologen kaltlächelnd über den mit großer Mehrheit getroffenen Beschluss der Bezirksvertretung Mitte hinwegsetzten, den Waldhof offen zu halten:

„Das ist doch eine Ohrfeige für die eigenen Leute, die sich vor Ort besser auskennen.“ Ortskenntnis und Realitätssinn spiele für das Linksbündnis aber wohl keine Rolle.

Im Stadtentwicklungsausschuss habe der SPD-Mann Sven Frischemeier die Prioritäten so formuliert: Es komme darauf an, den Bielefeldern das Gefühl zu geben, es komme „etwas Schönes“ hinzu. Lange: „Das ist an Ignoranz und Überheblichkeit nicht mehr zu überbieten.“