Kein Geld von Rot-rot-grün für privaten Wald – CDU: Zweierlei Maß

Einseitige Klimapolitik ist der falsche Ansatz

05.05.2021, 15:26 Uhr
Der Teutoburger Wald hat in den letzten Jahren erheblich gelitten (Foto: Lange)
Der Teutoburger Wald hat in den letzten Jahren erheblich gelitten (Foto: Lange)

Die Ratskoalition aus SPD, Grünen und Linken hat im Ausschuss für Umwelt und Klimaschutz einen Antrag der CDU abgelehnt, private Waldbesitzer in Bielefeld mit je 500 Euro Einmalzahlung bei der Wiederaufforstung zu unterstützen.

Tom Brüntrup, Ausschussmitglied der CDU, hält  Rot-Rot-Grün eine einseitige Klimapolitik vor: „Wer seinen Vorgarten mit Steinen zugepflastert hat, erhält 500 Euro für die Umgestaltung, der private Waldbesitzer, der seinen Forst pflegt und der Öffentlichkeit zur Verfügung stellt, geht leer aus.“

Brüntrup verweist darauf, dass der Wald durch Sturm, Dürre und Borkenkäfer in den vergangenen Jahren erheblich geschädigt worden sei. „Eine Wiederaufforstung ist dringend notwendig, nicht zuletzt aus Klimaschutzgründen“.

Im eigenen Wald setze die Stadt auch erhebliche Mittel ein, der Oberbürgermeister bitte die Bevölkerung sogar um Spenden, der private Wald bleibe aber außen vor. Zwar unterstützten Bund und Land die privaten Waldbesitzer, das Geld reiche aber bei weitem nicht aus.

Die Begründung von Rot-rot-grün für ihre ablehnende Haltung, es gebe bereits Fördermittel und die Unterstützungsbedingungen seien nicht konkret genug gefasst, bezeichnet  Brüntrup als fadenscheinig:

„Die Parteien haben kein schlüssiges Klimakonzept. Die Vorgarten-Ästhetik ist ihnen offenbar wichtiger als klimarobuste Wälder – und wenn sie in Privatbesitz sind, erst recht.“