Corona-Krisenstab hat auch Schwächen

"Das geht noch viel besser"

16.12.2020, 17:15 Uhr
"Wo es aber nicht optimal läuft, fordern wir Verbesserungen ein." (Foto: Lang)

Die Arbeit des Krisenstabsleiters Ingo Nürnberg stand im Mittelpunkt der Debatte im Rat über die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Stadt Bielefeld. Während die Redner von SPD und Grünen den Sozialdezernenten über den grünen Klee lobten, zeigte CDU-Sprecher Vincenzo Copertino auch Schwächen auf.

Copertino wies darauf hin, dass Menschen, die positiv getestet und in Quarantäne geschickt worden waren, ihre schriftliche Quarantäneverfügung erst am Ende ihrer Quarantänezeit, also viele Tage später, erhalten hätten.

Auch die Kontaktnachverfolgung sei noch nicht optimal. Copertino: „Das geht viel besser.“ Seine Frage, wie es sein könne, dass ein Kind aus einer positiv getesteten Familie mit Erkältungssymptomen den Kindergarten besuche, blieb unbeantwortet.

Dass Copertino mit seinen kritischen Anmerkungen bei SPD und Grünen Unmut auslöste, wies CDU-Fraktionsvorsitzender, Ralf Nettelstroth, zurück: „Wir loben und unterstützen gute Arbeit. Wo es aber nicht optimal läuft, fordern wir Verbesserungen ein. Es geht um das höchste Gut, die Gesundheit der Menschen.“

Zuvor hatte Oberbürgermeister Pit Clausen über die Auswirkungen der Pandemie informiert. Dabei würdigte er besonders den Einsatz von Arzthelferinnen, Pflegekräften und Ärztinnen und Ärzten. Er lobte das Verhalten der Bürgerinnen und Bürger, sparte aber nicht mit Kritik am unverantwortlichen Verhalten Einzelner.